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Allrad - Lifestyle - Abenteur

NEWS DETAIL

18
Oct
2013


Reise: Kärnten-Wochenende im Audi SQ5

Sonstiges
Frischluft auf fast 2.000 Metern, dazu viele Kurven und das Gefühl, mitten in der größten deutschsprachigen Stadt zu sein.

Das Berlin der Berge

 

Natürlich bedarf es keiner 313 Diesel-PS, um ein schönes Wochenende gut 250 Kilometer südlich von Wien zu verbringen. Schaden kann es aber definitiv nicht. Steht zufälligerweise ein neuer Audi SQ5 zur Verfügung, bietet sich jede Menge Platz, um Mountainbike, Kletterausrüstung, Laufschuhe oder noch besser alles zusammen frei von Dachträgern und Anhängern mit dabei zu haben.

 

Mehr als zwei Personen haben dann zwar nicht mehr Platz, aber das reicht ja für echte Entspannung auch völlig aus. So gerüstet geht es am Freitag Morgen sehr bequem und von einem der Soundanlage zuzuschreibenden V8 Gebrabbel von Wien aus über die A2 und in weiterer Folge die S6 und den Semmering ins schöne Kärnten. Die knapp 40 Grad Außentemperatur sind im Innenraum nur zu erahnen, hält doch die Klimaautomatik die vorgewählten 23 Grad ohne jegliche Abweichung ein.

 

Nicht mal zum Tanken muss man stehenbleiben. Der Dieseltank reicht locker für ein ganzes Wochenende. Hinter Neumarkt verabschieden wir uns von der Steiermark, nicht ohne zuvor beim Fischer Wirt der Familie Kölbl (www.fischerdorf.at) ein kräftiges Frühstück eingenommen zu haben, um dann bei St. Veit in Richtung Ossiacher See abzubiegen. Die 7 vor dem Komma auf der Verbrauchsanzeige verrät, dass bisher nur das eine oder andere Überholmanöver drinnen war und die Auffahrt zum Semmering recht wenig Verkehr aufzuweisen hatte, ansonsten wäre es vermutlich bei der 6 geblieben.

 

Ab St. Veit verleitet die Straße in Richtung Ossiach dann und wann dazu, kurz Gas zu geben, die vielen 70er Beschränkungen würden sich jedoch sehr bald auf das Reisebudget niederschlagen und so wird einfach weiter gecruist. Die perfekten Sitze lassen das gerne zu. Ein Stück nach Feldkirchen dann der Ossiacher See, der im Sommer genauso überlaufen ist wie alle anderen Kärntner Seen auch. Glücklicherweise wollen wir dort auch gar nicht hin, sondern stattdessen lieber ein paar Kilometer vor dem Ende der Seeuferstraße rechts hinauf in die Bergwelt eintauchen. Die Gerlitzen ist als Skigebiet hinlänglich bekannt, dass sie auch im Hochsommer viel zu bieten hat, schon deutlich weniger.

 

Um vom vielen Ausflugsverkehr zu profitieren, ist die Straße hinauf zum Feuerkogel ab der Hälfte Mautpflichtig. Eine gute Investition sind die 8,50 Euro aber allemal, und wer oben am Berg sein Quartier aufschlägt, bekommt sie ohnedies rückerstattet. Rund 14 Kilometer mit reichlich Kurven sind zu bezwingen, um zum Hotel 12 (www.hotel12 .at) zu gelangen, das wir völlig ahnungslos auf booking.com entdeckt haben. 14 Kilometer, die laut Beschreibung nach rund 25 Minuten Fahrzeit verlangen und im SQ5 auf Anhieb in 15 Minuten geschafft sind. Nur die letzten Meter sind geschottert, davor wechseln sich unterschiedliche Asphaltqualitäten ständig ab, was dem quattro ziemlich egal ist.

 

Oben am Parkplatz angekommen, richtet sich der Blick auf ein Hotel, von dem man nicht annehmen würde, dass es erst im letzten Jahr eröffnet worden war. Man erwischt sich sogar dabei, hinauf zum Gipfel zu schauen, wo ein XXL-Familienhotel in der Sonne glänzt, dessen völlig überfüllter Parkplatz aus unserer Perspektive nicht zu erkennen ist. Hier vor dem Hotel 12 steht nur ein kleiner Peugeot aus dem letzten Jahrhundert, das Auto des Geschäftsführers, wie sich später herausstellen sollte, und sonst nichts. Platz genug, den SQ5 abzulichten, auch wenn er bereits eine kleine Staubschicht trägt.

 

Zeit genug auch, sich darüber zu wundern, dass sich die Spiegel bei einem 85.000,- Euro teuren Auto manuell einklappen lassen und es auch an Extras wie Schiebedach oder den extra großen Felgen bei diesem Preis noch mangelt. Am Eingang dann ein Mann, gut zwei Meter fünfzig groß und aus Stahl gebaut. Er wacht nicht nur über die Terrasse, sondern liefert auch das erste Indiz dafür, dass es sich hier um keinen typischen Kärntner Gasthof handelt. Weiter geht es mit Möbeln, die aus dem übrig gebliebenen Bauholz gefertigt wurden. Ähnlich gestylt zeigt sich auch der Innenraum, der moderne Kunst mit viel Holz und Glas in hochqualitativer Ausführung in Einklang bringt. Frei von TV, dafür ausgestattet durch die Hand von 12 verschiedenen Künstlern sind die 12 vorhandenen Zimmer, darunter auch recht große Suiten.

 

Unübersehbar ist auch, dass das Hotel 12 auf einer heruntergekommenen Mischung aus Jugendherberge und Almgasthof aufgebaut wurde, erinnern doch die Türen und die Gänge bis heute an den letzten Schul-Skikurs. Die iPhone-Ladestation und der Balkon sind immer Standard, anstelle einer Minibar gibt es einen Kühlschrank am Gang, in dem eine überschaubare Auswahl an Getränken zur freien Entnahme bereit stehen. Lift gibt es natürlich keinen, und die an einzelnen Stellen unverputzten Ziegelmauern sind nicht passiert, sondern Absicht. Vorbild dafür war Berlin, wo der Erbauer Walter Junger, der im Hauptberuf seit mehr als zwei Jahrzehnten die internationale Top-Hotellerie coacht, ein paar Jahre gelebt hat. Diese für den gelernten Österreicher unfertige Bauweise gepaart mit viel Sachlichkeit und noch mehr Kunst erzeugt das Gefühl, wirklich mitten in Berlin und nicht in den Kärntner Bergen zu sein.

 

Wer das mag, ist hier gut aufgehoben, wer nicht, wird hier nach spätestens einer Nacht die Flucht ergreifen und damit auch nur kurz in den Genuss der herausragenden Küche kommen. Für die angesichts der Ausstattung doch recht gehobenen Zimmerpreise wird entschädigt, wer hier auch kulinarische Glanzleistungen sucht und findet. Fürs kleine Geld gibt es traditionelle Hausmannskost auf hohem Qualitätsniveau und täglich ein großartiges Menü. Zusätzlich gehen Koch und Geschäftsführer Christoph Galser (er hat vor seinem Eintritt ins Hotel 12 ein Jahr im Management des Rembrandt Hotels in Bangkok verbracht) gerne auch auf Sonderwünsche ein. Wohlfühlen pur, dazwischen etwas wandern oder einfach nur auf der Terrasse sitzen und auf Ossiacher- und Wörthersee schauen, ohne dabei auch nur den Kopf drehen zu müssen.

 

Natürlich kann man auch in rund 35 Minuten in Pörtschach sein und dort ins Wasser eintauchen, im Lake Side zu Abend essen oder sich im „Saag ja“ der Kulinarik hingeben, nur mit dem Alkohol muss man dann sehr vorsichtig sein, um wieder sicher ins Hotel 12 zu gelangen. Nüchtern und mit einem Kraftwerk wie dem SQ5 ausgerüstet, lassen sich nachts die 14 Kilometer vom Ossiacher See hinauf ins Hotel 12 dann tatsächlich in 12 Minuten und neun Sekunden bewältigen. Zumindest theoretisch, denn auf der ganze Strecke ist Tempo 30 vorgegeben und das überraschend schwache Xenon Licht schwenkt nicht wie erwartet in die Kurven ein. Theoretisch ist ein Diesel aber auch kein Rennwagen. Eine Theorie, die der SQ5 auf eine beeindruckende Art und Weise widerlegt.

 

Montag Früh dann die Abreise, voll bepackt mit Dingen, die man zum Großteil ohnedies nicht bebraucht hat, geht es heimwärts. Frühstück hat der Chef schon morgens um 6:00 Uhr gerichtet und so sitzt man um 9:00 Uhr im Wiener Büro, während unten in der Garage das Audi SUV noch eine Zeit vor sich hin knistert. Es war ein schönes Wochenende...


www.audi.at
www.fischerdorf.at
www.hotel12.at






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