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Allrad - Lifestyle - Abenteur

NEWS DETAIL

14
Oct
2013


Wegbereiter im neuen Kleid

Fahrberichte
Der Toyota RAV4 hat das, was wir heute SUV-Segment nennen, begründet, jetzt startet die vierte Generation.

Obwohl ständig da und dort modernisiert, konnte der alte RAV4 mit dem deutlich schneller agierenden Mitbewerb zuletzt nicht mehr wirklich mithalten, wodurch die Verkaufszahlen auch in Österreich ständig mehr unter Druck gerieten. Mit dem neuen RAV4 soll es wieder zurück an die Spitze gehen und das, obwohl aus dem einstigen Wachstumsmarkt zwischenzeitlich beinahe ein Verdrängungsmarkt, wenngleich auf sehr hohem Niveau, geworden ist.

 

Dafür bedurfte es eines komplett neuen Fahrzeuges und genau das hat Toyota auch auf die Räder gestellt. Offiziell handelt es sich dabei um die vierte RAV4-Generation, mit der sich Toyota noch ein ganzes Stück weiter weg vom kompakten dreitürigen Urmodell begibt. Aus dem fröhlich wendigen Stadtflitzer mit leichter Geländetauglichkeit, für damalige Verhältnisse starkem Benzinmotor und natürlich Allradantrieb ist ein mittelgroßes SUV geworden, das auf Komfort, Raum und Sicherheit setzt.

 

Die deutlichste Unterscheidung zur dritten RAV4-Generation liefert der Längenzuwachs von mehr als 20 Zentimetern. Gewachsen ist der Toyota auch in der Breite, während die Höhe leicht reduziert wurde. Im Zuge dieser grundsätzlichen Neugestaltung hat man sich auch von der seitlich angeschlagenen Hecktür verabschiedet und diese durch eine optional elektrisch agierende Heckklappe ersetzt. Neu ist auch das Bekenntnis zu einer kantigeren Karosserie, die den Charakter des neuen RAV4 unterstreichen soll. Äußerlich ist dies zweifellos gelungen, während der Innenraum schon gar viele Kanten und Ecken bereithält.

 

Speziell das Armaturenbrett ist diesbezüglich etwas gewöhnungsbedürftig, selbst wenn es an der hochwertigen Haptik und der perfekten Übersichtlichkeit nichts auszusetzen gibt. Gedacht hat man seitens Toyota auch an zahlreiche Ablagen, gute Sitze und eine sehr gute Fahrerplatz-Ergonomie. Von den deutlich größeren Abmessungen profitiert das Raumgefühl auf allen 5 Sitzplätzen und der Kofferraum zählt jetzt zu den größten in dieser Klasse. Besonders praktisch dort ist das im Testwagen eingebaute Gepäcknetz, das Jacken ebenso sicher beherbergt wie Schuhe oder nasse Kleidung, die man sonst nirgends ablegen kann/ will.

 

Wer auf Fahrgäste in der zweiten Reihe verzichtet, bekommt gar ein Laderaumvolumen von fast 1.800 Litern (das ist mehr, als es beispielsweise der für sein Laderaumvolumen überall gefeierte Skoda Octavia Combi zu bieten hat) offeriert, ein ebener Laderaumboden setzt diesem Raumangebot die Krone auf. Am Steuer des RAV4 ist die neue Größe des kaum zu bemerken. Lässig locker lässt er sich unter allen Umständen durch den Verkehrsfluss zirkeln, macht bei der Parkplatzsuche genauso wenig Ärger wie auf der Langstrecke. Die werksseitig angegebenen 150-Diesel-PS wirken dabei so, als hätten sie sich ein paar Freunde eingeladen, die alle nicht essen wollen, um den geringen Verbrauch nur ja nicht zu gefährden.

 

Wer es darauf anlegt, hält den Durchschnittsverbrauch unter 7 Litern, wer einfach darauf losfährt, kommt kaum über 8 Liter. Im intensiven Testalltag waren es exakt 7,9 Liter. Überraschend niedrig ist auch das Geräuschniveau an Bord. Selbst bei Tempo 180 sind Windgeräusche kaum wahrnehmbar, während der Tempomat diese Geschwindigkeit auch an langen Autobahnsteigungen unangestrengt hält. Die guten Straßeneigenschaften des RAV4 gehen aber auch hier zu Lasten der Offroad- P e r f o r m a n c e . Auch für gelegentliche Ausflüge auf schlammige Waldwege ist dieser Toyota hinsichtlich der Traktionsreserven gut gerüstet.

 

Während die Technik dem kleinen Abenteuer recht offen gegenüber steht, macht sich die Sicherheitselektronik leider oft unnötig wichtig, indem sie das Tempo nachhaltig reduziert. Widerstand ist hier durch die nur sehr geringen Möglichkeiten, die Elektronik manuell im Zaum zu halten, eigentlich sinnlos. Umso überraschender die Probleme des ABS, den Toyota auf einer schlammigen Wiese oder auf Eis zum Stillstand zu bringen. Während die Bremsen auf der Straße ausgezeichnet funktionieren, sind auf rutschigem Untergrund die Regelintervalle so kurz, dass das Ding nur sehr behutsam langsamer wird. Betreffen wird dies aber nur sportliche Naturen.

 

Gestärkt durch ein überdurchschnittliches Engagement der Händler, die sich den neuen RAV4 regelrecht herbeigesehnt haben, stehen die Erfolgsaussichten dieses neuen SUVs überdurchschnittlich gut. Zusätzlich ist davon auszugehen, dass Toyota es nicht bei der aktuellen Auswahl aus 2 Motorisierungen belassen wird. Alternativ zum gefahrenen Diesel mit 150 PS steht auch ein 151 PS starker Benziner zur Wahl und beide Motoren können mit einer Automatik kombiniert werden. Die in Genf gezeigte Offroad-Studie hat Gerüchten zufolge die Chance auf eine baldige Realisierung und auch ein stärkeres Topmodell würde für den einen oder anderen Interessenten die Kaufentscheidung erleichtern.








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