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Allrad - Lifestyle - Abenteur

NEWS DETAIL

28
Aug
2012


Ford Ranger: Fünf Zylinder Turbo

Fahrberichte
Und dazu eine Sechsgangautomatik mit Untersetzungsgetriebe – das gibt es im Pickup-Segment nur hier.

Ja, ich gebe zu, bei mir daheim steht ein Ford Ranger. Einer mit reinem Heckantrieb. Gekauft vor vielen Jahren um 1.500,– Euro, um damit bei der Drift Challenge an den Start zu gehen. Schwer vom Hagel gezeichnet, ausgestattet mit Klimaanlage und Tempomat, sollte er stets auf eigener Achse zu den Rennen kommen, was natürlich nie passiert ist. Stattdessen fristet er ein Leben als Anhänger-Ersatz.

Der tolle Sound der Auspuffanlage hat schon lange nicht mehr das Ortsgebiet verlassen, und beeindrucken lassen sich davon nicht einmal mehr die hilfsbereiten Männer bei der Sperrmüllsammelstelle. Heute aber ist ein besonderer Tag. Zwei Ranger stehen vor der Tür. Da der violette, dessen Reifen bereits deutlich sichtbare Risse aufweisen und der tief über dem Boden kauert, dort der neue Wildtrak, das Topmodell der neuen Ranger-Generation.

 

 

Groß wie ein echter Ami, orange leuchtend wie eine Fanta-Dose. 18-Zoll-Felgen, jede Menge Hochglanz-Chrom und eine optische Bodenfreiheit, die dazu verleitet, unten durchlaufen zu wollen. Nicht minder eindrucksvoll zeigt sich das Innenleben des Topmodells. Schwarze Ledersitze mit sportlicher Ausformung und orangen Streifen, Multifunktionslederlenkrad (mit orangen Ziernähten), Klimaautomatik, Rückfahrkamera und sogar die Navigationseinheit sind hier Standard.

Extra zu bezahlen gilt es nur die Anhängevorrichtung, die Metallic-Lackierung und für sehr kalte Nächte die Standheizung. Da mutet dann der klassische Schlüssel zum Anlassen des Motors fast schon etwas altmodisch an. Schon wieder Ami? Kein öder Vierzylinder erwacht hier zum Leben, sondern ein waschechter Fünfzylinder. Unterstützt von 3,2 Liter Hubraum ergibt dies eine Klangkulisse, wie wir sie nur vom Dodge Ram oder gar vom großen Bruder des Ranger, dem nicht offiziell importierten Raptor kennen.

Ein letzter Blick auf den daheimgebliebenen „alten“ Ranger geworfen und der Tag kann beginnen. Anstelle des ebenfalls lieferbaren Sechsgangschaltgetriebes ist dieser Ranger mit einer Sechsgangautomatik ausgestattet. Natürlich ist der Wahlhebel mit Leder bezogen und greift sich dabei so gut an, dass man ihn gar nicht mehr loslassen will.

Nach einem knappen Kilometer Schotter geht es über ein paar asphaltierte Kilometer zur Autobahn und dann auf dieser nach Wien. Kräftig wie ein ordentlich motorisierter Geländewagen hängt der Ranger am Gas, lässt sich vom Anstieg des Gießhübls in keiner Art und Weise beeindrucken, und nur 15 Minuten später parkt er in der Bürogarage im 3. Bezirk. Es gibt (sehr wenige) Tage, da wünscht man sich eine deutlich längere Anreise ins Büro.

Heute ist so einer. Bei all dem Wohlfühl-Ambiente neigt man dazu zu übersehen, dass der Ranger trotz des gebotenen Luxus ein echter Pickup ist. Auf seine Ladefläche dürfen bis zu 880 Kilogramm gepackt werden und mit einer Anhängelast von 3.350 Kilogramm liefert er einen Bestwert im Konkurrenzumfeld. Top ist der Ranger auch hinsichtlich der Geländetauglichkeit.

Eine ordentliche Verschränkung trifft auf einen zuschaltbaren Allradantrieb und ein per Drehrad aktivierbares Untersetzungsgetriebe. Auf manuelle Sperren haben die Ford-Leute zugunsten einer elektronischen Traktionskontrolle verzichtet, die überraschend effizient arbeitet. Ebenfalls an Bord sind ein deaktivierbares ESP und eine Downhill-Control wie wir sie aus dem einen oder anderen SUV kennen.

Bei aller Fröhlichkeit der Lackierung macht Ford mit dieser Ausstattung deutlich, dass sie es sehr ernst mit der Aufgabe nehmen, dem Marktführer ordentliche Stückzahlen abluchsen zu wollen. Beim Testende erfolgt die Abrechnung in Form des Bordcomputers. 10,8 Liter waren es im Durchschnitt. Das passt zum gebotenen Fahrerlebnis, ganz ohne Wenn und Aber. Der Trennungsschmerz vom neuen Ranger währt glücklicherweise nur kurz.

Jetzt steht mit dem 150 PS starken Ranger XLT ein neuer am Hof, der uns die nächsten sechs Monate begleiten wird. Mit Ausnahme eines dummen Kratzers an der Stoßstange hat er die ersten 3.000 Kilometer zur vollsten Zufriedenheit hinter sich gebracht, dabei gut 1 Liter weniger als sein starker Bruder konsumiert, und für das Gebrabbel aus dem Auspuff ist jetzt wieder der alte V6 verantwortlich, der zwischendurch immer wieder zum Einsatz kommt. Vielleicht schaffen wir es ja doch noch mal zur Drift Challenge …








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