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Allrad - Lifestyle - Abenteur

NEWS DETAIL

29
Aug
2012


Isuzu D-Max: Alles neu oder was?

Fahrberichte
Nach Toyota und Ford schickt nun auch Isuzu ein neues Pickup-Modell ins Rennen um die Käufergunst.

Im Pickup-Segment gehen die Uhren deutlich langsamer als bei den SUVModellen. Ein Facelift nach nur zwei Jahren Bauzeit ist bei den kleinen Lastern eine Utopie, müssen sich diese Fahrzeuge doch mindestens fünf Jahre ohne wesentliche Veränderungen am Markt behaupten. Ganze zehn Jahre und damit auch für Pickup-Verhältnisse extrem lang am Markt war der bisherige D-Max. Aufgefallen ist dies insofern kaum, als dem heimischen Importeur Jahr für Jahr neue Sonderausstattungen eingefallen sind, die den D-Max nicht nur zweckmäßiger gemacht, sondern ihn auch jung gehalten haben.

Den Beweis dafür lieferten die bis zum Produktionsauslauf des alten Modells konstant durchwegs guten Absatzzahlen, woran auch einige engagierte Händler einen wesentlichen Anteil hatten. Jetzt ist er also da, der Neue. Dem Pickup-Prinzip folgend, verfügt er über einen stabilen Leiterrahmen mit einer aufgeschraubten Karosserie und einer ebenfalls aufgeschraubten Ladefläche. Während uns für die erste Ausfahrt das neue Topmodell mit Automatik und Lederausstattung (nachzulesen im ALLRADKATALOG 2012) zur Verfügung stand, wählten wir für den Test das günstigere „Custom“-Modell, das wohl der Topseller werden wird.

Technisch bedeutet dies mit Ausnahme eines Sechsgangschaltgetriebes anstatt der Fünfgangautomatik keinen Unterschied. Auch hier kommt der neue 2,5 Liter Biturbo-Dieselmotor zum Einsatz, der 163 PS und ein Drehmoment von 400 Nm bereithält (und zudem die einzig lieferbare Motorisierung darstellt). Identisch ist auch die Allradtechnik: Ausstattungsunabhängig erfolgt die Zuschaltung der Vorderachse mittels Drehrad, für echte Geländeeinsätze steht zusätzlich ein Untersetzungsgetriebe zur Verfügung.

Gar nicht nüchtern, aber dennoch sehr zweckmäßig zeigt sich der Innenraum der „Custom“-Version. Da macht es auch nichts aus, dass man vom im Prospekt angekündigten Multifunktionslenkrad aus nur das Radio bedienen kann. Zur Serienausstattung des „Custom“-Modells zählen dafür auch ein Tempomat und eine manuelle Klimaanlage sowie die obligatorischen Fensterheber und die Zentralverriegelung.

Das Thema Ergonomie wurde seitens Isuzu intensiv behandelt. Das zeigt sich an der guten Sitzposition und an der Erreichbarkeit aller Schalter und Hebel. Einziger Schwachpunkt ist hier das nur in der Höhe, nicht aber in der Tiefe verstellbare Lenkrad. Auch hinsichtlich des Raumangebotes und der Beinfreiheit in der zweiten Reihe hat man dazu gelernt. Die Befürchtung, dass sich die Kopffreiheit in der zweiten Reihe der nach hinten abfallenden Dachlinie (eine Designidee, die wir von einem Mitbewerbsprodukt kennen) unterordnen musste, bestätigt sich jedenfalls nicht.

Neben allerlei Ablagen hält der Innenraum auch noch zwei Handschuhfächer bereit, in denen sich nicht nur alle Papiere, sondern auch ein Nachrüst-Navigationssystem und diverse Dinge des Arbeitsalltags unterbringen lassen. Das Thema Fahrsicherheit beleuchtet der D-Max immer dann, wenn der Zündschlüssel gedreht wird. Allerlei Lämpchen weisen darauf hin, dass hier elektronische Systeme Einzug gehalten haben, und erlöschen unmittelbar nach der obligaten Vorglühleuchte. Schon vom Stand weg zieht der neue 2,5-Liter-Motor kräftig an und bestätigt damit wieder einmal, dass Hubraum gerade bei solch einem Fahrzeugtyp eine wesentliche Rolle spielt.

Speziell dann, wenn die Ladefläche gut gefüllt ist, fünf Personen an Bord Platz gefunden haben und noch ein bis zu 3 Tonnen schwerer Anhänger gezogen wird. Die Sache mit dem Anhänger wird übrigens demnächst in Form eines Zugfahrzeugtests geprüft werden, das vollgepackte Auto konnten wir hingegen schon fahren. Etwas teigig erfolgt die Führung des Schalthebels. Hier wäre mehr Exaktheit durchaus wünschenswert und auch die Idee, den Rückwärtsgang links vorn zu platzieren, führt anfangs zum einen oder anderen ungewollten Fahrmanöver.

Gelungen hingegen ist die Abstufung der einzelnen Gänge. Durch den extrem langen sechsten Gang kann zudem in der Ebene viel Treibstoff gespart werden. Eine für das Segment recht bequeme Grundabstimmung kann das Fahrwerk vorweisen, was speziell auf der Langstrecke ein großer Vorteil ist. Vorbei damit die Zeiten, in denen Pickup-Fahrer Stahlplatten auf die Ladefläche packen mussten, um die Federung einigermaßen erträglich zu machen. Auf dem Niveau des Mitbewerbs sind beim Isuzu die Exaktheit der Lenkung und die Qualität der Bremsen.

Dem bei nasser Fahrbahn gerne ausbrechenden Heck stellt sich beim neuen D-Max ein aktiv agierendes ESP-System in den Weg, das in umgekehrter Funktion auch als Traktionshilfe zur Verfügung steht. Zusätzliche Sperren gibt es nicht. Seine Robustheit stellt der D-Max dann unter Beweis, wenn es ins Gelände geht. Tiefe Schlaglöcher, Geländekanten und den Weg versperrende Baumstämme werden ohne jede Aufregung überfahren. Nur dann, wenn die Bodenfreiheit nicht ausreicht, sind Kratzgeräusche am Unterboden zu vernehmen, was aber in der Regel für die Technik ohne Folgen bleibt.

Bei allen Lifestyle-Attributen ist und bleibt der D-Max ein Arbeitstier, das schlechte Behandlung souverän wegsteckt. Dies gilt nicht nur für die üppig dimensionierten Bauteile, sondern auch für die Elektronik. So ist es allen Bemühungen zum Trotz nicht gelungen, die Traktionskontrolle zu überhitzen. Auch nach Stunden im Gelände arbeitet sie noch einwandfrei und führt damit eine Nachrüstung mit manuellen Achssperren für 99 Prozent der Nutzer ad absurdum. Im Gegenzug zur tollen Traktion vereitelt die nicht vollständig deaktivierbare Elektronik Driftversuche schon im Keim. Nur wer das Tempo in lichte Höhen schraubt, kann ein ausbrechendes Heck provozieren, wovon natürlich abzuraten ist.

Mit dem neuen D-Max bringt Isuzu also ein grundsolides Modell auf den Markt, dem eine ähnlich gute Haltbarkeit wie dem Vorgänger zu Recht vorausgesagt werden kann. Die Konzentration auf maximalen Nutzwert kann und will der D-Max dabei unabhängig von der gewählten Ausstattung dabei nie wirklich verleugnen. Preislich auf dem Niveau des Mitbewerbs angesiedelt, bietet er moderne Technik unter einem robusten Kleid. Auf Spitzenleistungen verzichtet er zugunsten maximaler Ausgewogenheit, um schlussendlich beim Thema Verbrauch noch einmal richtig zuzuschlagen. Mit einem 14-Tages-Mixverbrauch von nur 8,5 Litern liefert er einen Topwert und unterstreicht damit seine Wirtschaftlichkeit.








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