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Allrad - Lifestyle - Abenteur

NEWS DETAIL

19
Sep
2017


Zietlow: „Der Respekt fährt immer mit“

Sonstiges
Rainer Zietlow ist achtfacher Rekordhalter bei Lang­streckenfahrten. Sein jüngstes Projekt führte in drei Tagen und fünf Stunden von der Hauptstadt des Senegal bis auf den Roten Platz nach Moskau. Wir haben nach der Rekord-Tour mit ihm über Pinkelpausen, verspätete Fähren und sein soziales Engagement gesprochen.

Gemeinsam mit zwei russischen Journalisten sind Sie in drei Tagen, vier Stunden und 54 Minuten von Dakar nach Moskau gefahren. Wie habt ihr euch im Auto organisiert? Gab es fix durchgetaktete Schlaf-, Essens- und Fahrpläne?

Zietlow: Nein, bei dieser relativ kurzen Tour mussten wir uns nicht an feste Wechselzeiten halten. Ich bin etwa zwei Drittel der Strecke gefahren, die anderen zwei haben mich hauptsächlich nachts und im Morgengrauen abgelöst.

 

Was ist, wenn wirklich mal einer „muss“?

Dann wird angehalten, klar – aber nur kurz.

 

Und was isst man auf der Jagd nach Rekorden?

Wir haben uns von dem ernährt, was die Tankstellen so zu bieten hatten, gegessen wurde während der Fahrt.

 

Hand aufs Herz: Geht man sich nach drei Tagen gemeinsam im Auto nicht auch unglaublich auf die Nerven? Kann man sich da sprichwörtlich noch gut riechen?

Bei einer Rekordfahrt hat jeder seine Aufgabe, auf die er sich konzentrieren muss. Daher gibt es keinen Ärger. Und nach drei Tagen ist das mit dem Körpergeruch auch noch nicht so wild.

 

Was war der kritischste Moment auf den 7.995 Kilometern? Fährt die Angst auf eine gewisse Weise auch immer mit?

Nicht unbedingt Angst, aber Respekt – vor der Nachtfahrt, den Zeiten, wenn ich nicht am Steuer sitze, und insbesondere zwischen vier und sieben Uhr in der Früh. Der kritischste Moment war jedoch, die Fähre in Tanger zu kriegen, die uns nach Spanien übersetzte. Um neun Uhr mussten wir an der Anlegestelle sein, um 8.59 Uhr haben wir die Hafeneinfahrt passiert. Pech für uns, dass die Fähre mit zwei Stunden Verspätung von Tarifa kommend anlegte ... Aber wir hatten dennoch Glück: Zwei Tage vorher ist sie überhaupt nicht gefahren!

 

Im Vergleich zur Vorbereitungszeit war die Fahrt wahrscheinlich sehr kurz? Wie lang tüftelst du an der Route, dem Auto und der Organisation, bis es losgeht?

Ja klar, drei Tage sind schnell vorbei. Die Vorbereitungszeit für so eine Tour dauert etwa ein halbes Jahr.

 

Ihr habt zehn Länder durchquert: Gab es aufgrund eures auffälligen Wagens an den Grenzen auch außergewöhnliche Szenen? Oder hilft ein offizieller Rekordversuch bei der Ein- und Durchreise?

Klar hat unser optisch auffälliger Amarok an den Grenzen für Aufmerksamkeit gesorgt. Trotzdem wurden wir an allen Grenzen professionell und mehr oder weniger zügig abgefertigt. Sehr geholfen hat uns unsere Landkarte als Aufkleber am Wagen, anhand der wir jedem Grenzer, den es interessiert hat, unsere Route aufzeigen konnten.

 

Warum überhaupt diese Rekordjagd, es ist mittlerweile ja dein achter Rekord? Was motiviert dich?

Ich denke, es ist dieselbe Motivation wie bei einem Extrem-Bergsteiger. Der sucht sich auch immer neue Gipfel.

 

Ihr habt den Amarok V6 mit einem zusätzlichen 300-Liter-Tank ausgerüstet. Wie hat das die theoretische Reichweite verändert?

Normalerweise reicht der reguläre Tank für etwa 500 Kilometer. Der Zusatztank hat unseren Radius um 1.800 Kilometer erweitert – theoretisch. Wir haben das aber nie ausgereizt. Die Unterstützung der SOS Kinderdörfer ist dir bereits seit deiner ersten Rekordfahrt im Jahr 2005 ein großes Anliegen.

 

Glaubst du, dass es heutzutage solche Abenteuer braucht, um auf die Arbeit der Organisation hinzuweisen und sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen?

Natürlich! Jede Aktion, die die SOS Kinderdörfer ins Gespräch bringt, hilft. Es ist für mich eine Ehre, schon so lang mit der Organisation zusammenarbeiten zu dürfen. Es macht mir auch jedes Mal großen Spaß, die Kinderdörfer auf der Scouttour zu besuchen. Dafür nehme ich mir auch genügend Zeit, meistens plane ich mehrere Stunden ein. 

Link: Rainer Zietlow auf Facebook

(Text: Mag. Pascal Sperger, Fotos: Rainer Zietlow)









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