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Allrad - Lifestyle - Abenteur

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04
Apr
2014


Großraumtransporter

Fahrberichte
Ein tschechischer Land Rover Händler baut auf Basis des Land Rover Defender 130 mit Doppelkabine einen Mannschaftstransporter.

Kaum ein Geländewagen bietet so viele Möglichkeiten zur Individualisierung wie der Defender von Land Rover und bei kaum einem anderen Auto gibt es mehr Menschen die diese Möglichkeiten genutzt haben. Dabei spielt es keine Rolle ob der kompakte 90er, der praktisch 110er oder gar der lange 130er Pick Up als Basis herangezogen wurden. Letzterer wurde hierzulande schon als Kipper, als Expeditionsmobil, als Wettkampfsfahrzeug oder auch als Winterdienstmodell gesichtet während der 130er in Afrika gerne für Safaris eingesetzt wird. Da sitzen dann bis zu neun barfüßige Touristen in bzw. auf einem Auto und bestaunen Zebras oder Elefanten aus nächster Nähe. Genau diese Idee hat es Peter Daybich aus dem tschechischen Pilzen angetan.

In seinem Heimatland auf dem besten Weg heuer der größte Land Rover Händler zu werden und im Umbau von Defender Modellen bereits sehr versiert waren die Vorgaben schnell zu Papier gebracht. Neun Sitze sollte sein Großraum Defender bereitstellen und natürlich ein Dach über dem Kopf bieten während an der Geländetauglichkeit nicht gerüttelt werden sollte. Für die kalte Jahreszeit sollte der Geländebus auch beheizbar und natürlich sehr individuell nutzbar sein. Die Basis für dieses Vorhaben war mit einem serienmäßigen 130er Pick Up samt Doppelkabine und Ladefläche schnell gefunden.

In einzelnen Schritten wurde die Ladefläche entfernt und an deren Stelle trat eine Karosserieverlängerung im Stil der Toyota HZJ Modelle, die das Basismodell um rund 20 Zentimeter nach hinten überragt. Nicht minder wichtig war es auch an Höhe zu gewinnen um echtes Busfeeling zu generieren. So bekam der Defender eine deutlich größere Frontscheibe und ein Hochdach eingebaut. Hinzu kam eine deutliche Erhöhung der hinteren Türen, eine seitlich angeschlagene Hecktüre Marke Eigenbau und ein Heckträger für zwei Reserveräder. Hinsichtlich der Sitzanordnung entschied sich Peter Daybich für drei Reihen mit jeweils zwei Sitzen und einem breiten Mitteltunnel sowie für eine bequeme Dreierbank im Heck.

Als besonderes Extra steht ein Aufstelldach zur Verfügung das einen sicheren Rundumblick ebenso ermöglich wie Stehhöhe in einem großen Bereich des Fahrzeuges. Hinsichtlich der Fahreigenschaften unterscheidet sich Satbir, so der Name für die Defender Kreation, der uns in Prag für eine kleine Ausfahrt zur Verfügung stand, nur unwesentlich von einem normalen Defender. Der Platz hinter dem Lenkrad ist auch hier der engste im ganzen Auto, die Sicht nach hinten ist ähnlich schlecht bzw. nicht vorhanden und die von außen verstellbaren Rückspiegel erfüllen ihren Zweck nur bedingt.

Das Mehrgewicht von rund 150 Kilogramm ist hingegen weder auf der Straße noch im leichten Gelände zu spüren und auf die Sperrigkeit hat der Umbau ebenfalls keine echte Auswirkung. Einzig die Anhängelast wird durch die weit nach hinten gezogene Kabine auf 2 Tonnen (Stichwort Hinterachslast) reduziert aber als echtes Zugfahrzeug ist Satbir ohnedies nicht gedacht. Vielmehr soll Satbir bis zu acht Mitreisenden auch im Extremgelände einen komfortablen Sitzplatz bieten womit er sich für den schweren Baustelleneinsatz ebenso eignet wie als Taxi für Wintersportorte oder als Mannschaftsbus für Feuerwehren. Satbir 2 der gerade in Bau ist wird zudem einen speziellen Laderaumboden aufweisen wodurch anstelle der Sitze in der dritten und vierten Reihe auch zwei Liegen installiert werden können da sich im Inneren eine Länge von 2,35 Metern ebener Fläche realisieren lässt. Zielgruppe sind dann Rettungsorganistionen und natürlich auch der Katastrophenschutz.

Wer sich an die Stelle der Liegen eine Campingeinrichtung denkt und sich im Aufstelldach ein Bett vorstellen kann landet schlussendlich bei der Idee des Expeditionsmobils. Eine Idee über die Peter Daybich schon demnächst nachdenken möchte. Immer dann wenn es um besondere Fahrzeuge geht kommt zum Schluss das böse Erwachen in Form des Preises. Das ist hier nicht so. Rund 20.000,- Euro sind für einen Basisumbau zu kalkulieren was in Kombination mit dem Defender 130 als Basis rund 55.000,- Euro ergibt. Sonderwünsche werden dabei natürlich gerne umgesetzt und dementsprechend verrechnet. Wer jetzt Geschmack am Satbir gefunden hat tut gut daran schnelle Entscheidungen zu treffen. Der Defender läuft nur noch bis Ende 2015 vom Band und es darf davon ausgegangen werden, dass schon bald die Nachfrage die Produktionskapazität übersteigen wird. Dann bleibt nur noch ein Gebrauchter 130er als Basis (derzeit wird geprüft ob sich auch der 110er für den Umbau eignet) und der wird dann kaum billiger sein als ein Neuer jetzt.








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