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Allrad - Lifestyle - Abenteur

NEWS DETAIL

10
Jan
2014


Opel Mokka - Klassenprimus

Fahrberichte
Der Kleine aus Korea, der schon bald auch aus spanischer Fertigung kommen wird.

Mit dem Mokka hat Opel nach langer Zeit wieder einmal die Vorreiterrolle in einem Segment übernommen, was sich sowohl auf der Straße als auch anhand der langen Lieferzeiten zeigt. Dafür gilt es, Opel zu gratulieren, nicht nur, weil andere Marken genau hier bereits gescheitert sind. Es verlangt nach viel Fingerspitzengefühl, genau den richtigen Zeitpunkt zu treffen, an dem der Markt bereits willig, aber noch nicht gesättigt ist.

 

Der Daihatsu Terios kam hier zweifellos zu früh, genauso der Toyota Urban Cruiser, während Volkswagen das Zu-spät-Kommen längst als Erfolgsgarantie für die eigenen Produkte in Anspruch nimmt. Die aktuelle Gefahr für den Mokka in Form des VW Taigun oder einer Allradvariante des Ford Ecosport lässt also noch auf sich warten während der baugleiche Chevrolet Trax als direkter Konkurrent den angekündigten Rückzug der Marke aus Europa schon jetzt zu spüren bekommt.

 

Der Mokka, über dessen Name nun wirklich schon genug diskutiert wurde, macht die Marke Opel nach langer Zeit wieder zum Trendsetter. Dies gelingt nicht nur durch ein junges Design, passende Motorisierungen und eine gutes Platzangebot, sondern auch durch Fahrspaß. Hinsichtlich des Schuhwerks führt auch beim Mokka kein Weg an ordentlichen Leichtmetallfelgen vorbei, die auch dazu taugen, vom etwas gar billigen Kunststoff an den Stoßstangen abzulenken, und natürlich ist die überkomplette Lederausstattung nicht unbedingt notwendig, verzichten will man spätestens nach der ersten abgestürzten Eiskugel aber keinesfalls mehr auf sie.

 

Eine optische und auch haptische Wohltat ist im insgesamt hochwertigen Innenraum das runde lederbezogene Lenkrad. Keine Abflachungen, wie sie angeblich irgendwann einmal modern waren und die man spätestens beim ersten Einparken verflucht. In der Formel 1 und der DTM sind eckige Lenkräder okay, überall anders sind sie unnötig und nicht sportlich, wie es uns die Werbung einzureden versucht.

 

Sportlich ist im Mokka dafür die gute Sitzposition. Von SUV-Feeling kann dafür kaum die Rede sein, daran ändern auch die deutlich über Kleinwagenniveau liegenden Sitzhöhe und der gute Überblick über das Verkehrsgeschehen nichts. Ist gerade mal kein Verkehr vorhanden, der den Vortrieb behindert, macht es richtig Spaß, den 1,4 Liter Turbo Benziner bis in den höchsten Drehzahlbereich zu treiben und dabei die Klangkulisse wie sie nur übermotorisierte Kleinwagen liefern können, zu genießen.

 

Natürlich bietet Opel den Mokka auch mit einem Diesel unter der Haube an, doch hier passt der Benziner einfach besser, dessen Entfaltung nur von einem etwas hakeligen Getriebe (speziell der erste Gang ist hier anzuführen) eingeschränkt wird. Trotz jeder Menge Unvernunft ergab sich ein Testverbrauch von akzeptablen 8,9 Litern, was auch ein Verdienst der sehr lang übersetzten Gänge vier bis sechs ist.

 

Nur auf leeren deutschen Autobahnen ist es möglich, eine 10 vor das Komma zu fahren, aber das klassische Langstreckenauto ist der Mokka auch dann nicht, wenn er mit der ebenso optionalen wie leider sehr dümmlichen Navigationseinheit ausgestattet ist. Hier kann er seine Kleinwagenabstammung nicht verleugnen und schafft damit auch den nötigen Respektabstand zum großen Bruder Antara, der vom Run auf den Mokka – oder besser gesagt: von den daraus resultierenden Lieferzeiten – durchaus profitiert.

 

Wem das Gehoppel auf schlechten Autobahnen egal ist, bekommt mit dem Mokka ein Raumangebot serviert, das bei Zwei-Personen-Besatzung geradezu riesig und bei voller Besetzung immer noch ausreichend ist. Der Mokka hat auf der einen Seite ein paar kleine, aber durchaus tolerierbare Materialschwächen und bei kompletter Komfortausstattung einen recht hohen Preis vorzuweisen, und auf der anderen Seite ist er fesch, praktisch und zudem auch noch ungemein trendig.

 

Es freut, den Mokka im Alltag zu bewegen und damit ist zumindest in dieser Klasse das seitens Opel ausgegebene Ziel, zeitgemäße, frische und mit viel Fahrspaß ausgestattete Modelle auf die Räder zu stellen, voll erfüllt. Dazu passt dann auch die schnelle Reaktion auf die hohe Nachfrage nach dem Mokka. Zusätzlich zur südkoreanischen Produktion wird der Mokka ab heuer auch im spanischen Opel Werk vom Band laufen, wodurch sich die Lieferzeiten europaweit deutlich reduzieren werden.








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